© Andrew Howard
Reiseinformationen

Kenia grenzt im Norden an den Sudan und an Äthiopien, im Osten an Somalia und den Indischen Ozean, im Süden an Tansania und im Westen an den Victoriasee sowie an Uganda. Der Staat weist eine Fläche von 582 646 Quadratkilometern auf. Die als Ilemi Triangle bezeichnete Region im Nordwesten Kenias wird von der Republik Sudan beansprucht.

Die beste Reisezeit

Es gibt in den Parks normalerweise zwei Regenzeiten, eine kurze im November oder Dezember und eine heftigere im April und Mai, aber die Übergänge sind fließend und nicht immer mit Bestimmtheit anzugeben. Im Masai Mara können die beiden Regenzeiten zu einer einzigen verschmelzen, die von November bis Mai dauert.
Außerdem verwandeln sich während der Regenzeit die Wege in Schlammpisten, auf denen Fahrzeuge immer wieder stecken bleiben. Dafür entschädigt bis zu einem gewissen Grad die Tatsache, dass außerhalb der Hauptreisezeit, d.h. vom 1.4. bis 30.6. und z.T. in der Vorsaison zwischen dem 1.7. und 30.11. die Preise der Lodges und Zeltcamps stark sinken.

Einzelreisende profitieren besonders davon. Generell kann man während der Trockenzeit mehr wilde Tiere zu Gesicht bekommen,weil das Gras nicht hoch steht und sie gezwungen sind, sich um die wenigen noch nicht ausgetrockneten Wasserstellen zu scharen. Wenn die Regenzeit eingesetzt hat und die Zahl der Wasserlöcher zunimmt, verschwinden die Tiere wieder tief im Busch.

Geographie

Kenia gliedert sich in verschiedene fest umrissene topographische Bereiche, die sich vom Indischen Ozean bis in Hochgebirgsregionen mit Höhen über 3 000 Meter über dem Meeresspiegel erstrecken. Von den tief gelegenen Küstenebenen steigt das Land allmählich auf ein breites und trockenes Plateau an, das fast den gesamten Norden und Osten des Landes umfasst. In der Landesmitte befinden sich gewaltige Bergketten vulkanischen Ursprungs mit dem Mount Kenya (5 199 Meter) als höchste Erhebung. Weiter westlich liegt die gewaltige Senke des Ostafrikanischen Grabensystems (Rift Valley), die durch steile Felswände begrenzt ist.

Die wichtigsten Flüsse in Kenia sind der Tana und der Galana (am Oberlauf auch als Athi bezeichnet). Der Turkanasee (früher Rudolfsee) liegt fast vollständig auf kenianischem Gebiet; daneben gehört zu Kenia auch ein Teil des Victoriasees.

Flora und Fauna

Die Flora Kenias ist äußerst vielfältig. In den Küstenwäldern finden sich Palmen, Mangroven, Teakbäume, Kopalfichten und Sandelholzbäume. In den Tiefländern bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume, Euphorbien (siehe Wolfsmilchgewächse) und Akazien vor. Typisch für die Vegetation in Höhenlagen zwischen 900 und 2 700 Metern sind weiträumige Savannen (Grasländer), die durch vereinzelte Akazien- und Papyruswälder aufgelockert werden. Zu den wichtigsten Arten im dichten Regenwald an den östlichen und südöstlichen Berghängen des Landes gehören Kampferbäume und Bambus. In der alpinen Vegetationszone (oberhalb etwa 3 500 Meter) finden sich große Pflanzen der Gattungen Kreuzkraut und Lobelie.

Kenia ist berühmt für seine reichhaltige Tierwelt, insbesondere wegen der Großsäuger in den Savannen. Dazu gehören Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, Gazellen, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparde, Wildhunde, Hyänen und Schakale. Grüne Meerkatzen sind vielerorts anzutreffende Primaten. Die meisten dieser Tiere leben zwar geschützt in Nationalparks und Wildreservaten, dennoch haben Wilderer die Bestände großer Säugetiere wie Elefanten und Nashörner beträchtlich dezimiert. Auch die Vogelwelt Kenias ist artenreich, u. a. leben hier Strauße, Flamingos, Schuhschnäbel, Marabus, Nashornvögel und verschiedene Eisvogelarten; eine bemerkenswerte kenianische Vogelart ist der braun gefärbte Hammerkopf.

Nationalparks

Der Artenreichtum ihrer Tier- und Pflanzenwelt hat Kenias Nationalparks in aller Welt berühmt gemacht.

10% der Fläche des Landes besteht aus Nationalparks. In den 40 Parks sind alle verschiedenen Lebensräume vertreten, von Wüste über Bergwald bis hin zu Wasserschutzgebieten am Indischen Ozean. Die Tourismus-Einrichtungen sind außerordentlich gut.

Es gibt zahlreiche organisierte Safaris, aber man kann auch Fahrzeug und die entsprechende Ausrüstung mieten. Immer beliebter werden Ballonflüge, die die Möglichkeit bieten, die Wildtiere aus der Vogelperspektive zu beobachten; vor allem im Masai-Mara-Nationalreservat empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. Alle nachstehenden Nationalparks (ausgenommen Masai-Mara-Nationalreservat und Samburu-Wildpark) stehen unter der Verwaltung von Kenya Wildlife Service (s. Adressen).

Der Aberdare-Nationalpark

Der Aberdare-Nationalpark umfaßt eine dichtbewaldete Bergkette, die nahe beim Mount Kenia liegt und bis auf 4000 m Höhe ansteigt. Hier leben Elefanten, Nashörner, seltene Waldantilopen wie Bongo- und Dik-Dik-Antilopen, Leoparde, Löwen und verschiedene Affenarten. Im Nebel der höheren Hänge wachsen üppige Bergpflanzen. Es gibt zahlreiche Wasserfälle, der größte ist der 300 m hohe Guru-Wasserfall.

Amboseli-Nationalpark

Der Amboseli-Nationalpark ist für Kenias Verhältnisse mit seinen knapp 400 qkm beinahe klein und liegt an der Grenze zu Tansania, 220 km von Nairobi entfernt. Die schöne Aussicht auf den schneebedeckten Kilimanjaro, Afrikas höchsten Berg, zieht viele Besucher an. Der Park besteht aus Savannenlandschaft und Sumpfgebieten und ist vor allem für seine Elefantenpopulation bekannt. Außerdem gibt es an die 400 verschiedenen Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten.

Masai-Mara-Nationalreservat

Das Masai-Mara-Nationalreservat liegt 390 km von Nairobi entfernt im äußersten Südwesten des Landes und sechs Fahrstunden von Nairobi entfernt.
Auf einer Höhe von 1650 m gelegen, nimmt es eine Fläche von 1510 km² ein und ist die natürliche Fortsetzung der ausgedehnteren Serengeti-Ebenen in Tansania. Hier wächst nur kurzes Gras. Mara, wie es allgemein genannt wird, ist ein Massai-Wort für “gefleckt” oder “gesprenkelt”.

Es ist ein Graslandmosaik, dominiert von Avena byzantina, kleinen Buschhügeln und Uferwald entlang des Mara River und seinen Zuflüssen zum Viktoriasee.

Aus einer Reihe von Gründen ist der Masai Mara das beste Tierreservat Kenyas.
Das Panorama erweckt oft den Eindruck einer Schautafel, auf der die verschiedensten Tierarten, die nicht zusammenpassen, willkürlich in einen gemeinsamen Rahmen gepresst wurden.

Das Reservat ist bekannt für seine schwarzmähnigen Löwen sowie das reichlich vorhandene Wild und ist einer der wenigen Orte, wo man die “großen Fünf” bei einer Morgentour erleben kann. Unter anderem gibt es Gazellen, Zebras, Giraffen, Kaffernbüffel, Leierantilopen, Kuhantilopen, Gnus, Elenantilopen, Elefanten, Hyänen, Schakale, Leoparden, Geparden, Strauße und vor allem immer wieder Gnus.
Es ist ein wunderbares Erlebnis, die riesigen Gnu-Herden (bis zu eineinhalb Millionen Tiere) zu sehen, die im August oder September den Park beherrschen – ein phänomenales Ereignis. Die Gnu-Population wird heute von ca. 550.000 Gazellen, 200.000 Zebras und 64.000 Impalas begleitet . Alles in allem sind über 95 Säugetierarten vorhanden.

Ob man ein jagendes Löwenrudel, eine Herde grasender Elefanten im Sumpfland oder Hyänen, die sich mit Aasgeiern um einen Büffelkadaver streiten, beobachtet – man ist sich in jedem Augenblick bewusst, dass man ein besonderes Reich betreten hat. Nur wenige Stellen der Erde bieten solch eine ungeheure Tierkonzentration.
Vogelliebhaber können fast 500 Vogelarten hier antreffen, darunter 16 Adlerarten und viele Bussarde und Falken, sechs Geierarten, acht Storcharten, vier Trappenarten (darunter die Riesentrappe, der schwerste flugfähige Vogel der Welt) und neun Nektarvogelarten.

Wenn die Regenfälle nachlassen, weht der Wind über einen dichten, grünen Teppich, aber neun Monate später wirbelt er nur noch Staubwolken von der verbrannten Erde auf.

Das Klima im Masai Mara ist sehr günstig und vorhersagbar. Während der Regenzeit fallen ausgiebige Niederschläge, und das frische Gras ist dann im wahrsten Sinne des Wortes dem Ansturm der Weißbartgnus gewachsen, die alljährlich von den ausgetrockneten Steppen Tansanias herüberkommen.

Meru-Nationalpark

Der Meru-Nationalpark, 280 km von Nairobi entfernt, erstreckt sich über eine Fläche von 870 qkm. Hier leben Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Zebras, Gazellen, Kudus und Oryx. Außerdem beheimatet er über 300 Vogelarten. Dieser Park ist einer der wilderen und ursprünglicheren Naturschutzgebiete.

Mount-Kenya-Nationalpark

Der Äquator führt durch den 600 qkm großen Mount-Kenya-Nationalpark, der aus Wald, nacktem Fels und Schneefeldern auf den Berggipfeln besteht. Das Schutzgebiet beginnt in 1800 m Höhe und steigt auf über 5000 m an. Der Aufstieg ist sehr schön, professionelle Ausrüstung ist nicht erforderlich; man sollte sich jedoch genügend Zeit nehmen, um Höhenkrankheit zu vermeiden. Es ist ratsam, die Tour in Begleitung eines Führers anzutreten. Unterwegs kann man in Berghütten übernachten. Warme Kleidung, einen Schlafsack und Nahrungsmittel muß man selbst mitbringen. Der Berg ist einer der letzten Jagdgründe des schwarzen Leoparden und der Lebensraum des seltenen schwarzweißen Colobus-Affen.

Samburu-Wildpark und Buffalo Springs

Der wüstenähnliche Park Samburu liegt zwischen Nairobi und dem Turkana-See. Hier kann man die seltenen Oryx-Antilopen, Gerenuks, netzförmig gemusterte Giraffen und Grevys-Zebras sehen. Strauße und Elefanten sind in der freien Wildbahn leicht zu ersichten.

Samburu-Wildpark und Buffuao Springs befinden sich in Höhen von 800 bis 1230 m. Sie liegen am Ewaso Nyiro River (ein Samburu-Name mit der Bedeutung “Fluß mit braunem Wasser”) und werden von den steilen Wänden des Ol Lolokwe und den Felsenbergen Koitogor und Lolkoitoi überragt. Der Fluß, der von einem Uferwaldstreifen mit Tamarinden, Doumpalmen, Tana-Pappeln und der Acaciaelntior gesäumt wird, ist die Lebensader dieser ariden Region. Im Samburu National Reserve nördlich des Flusses, weicht eine schmale Ebene bald felsigen Hügeln, auf denen viele Leoparden leben; das Buffalo Springs National Reserve befindet sich dagegen hauptsächlich in einem ebenen Gebiet aus Lavaboden mit meist trockenen Flußbetten, die von Doumpalmen gesäumt sind.

Das Buffalo Springs Reserve wird jedoch auch von zwei kleinen, aber wichtigen Flüssen durch- zogen: den Isiolo River, der nie austrocknet (was mit dem Ewaso Nyiro gelegentlich geschieht) und den Ngare Mara. Hier sind auch die kristallklaren Quellen, denen das Reservat seinen Namen verdankt. Leider wurde eine der Quellen eingemauert und kanalisiert, um die nahe Kleinstadt Archer’s Post zu bewässern, während eine andere Campern als Swimmingpool dient. Glücklicherweise ist noch eine der Quellen in ihrem natürlichen Zustand geblieben und ergießt ihr Wasser in den nahen Ewaso Nyiro River, der einen Anziehungspunkt für Wildtiere bietet. Nahe Buffalo Springs liegt das sehenswerte Gebiet Champagne Ridge, das mit Schirmakazien (Acacia tortilis) bestanden ist, die für diese Gegend charakteristisch sind.

Beiderseits des Flusses wachsen große Bestände des Salzbuschs (Salsola dendroides), den einige Tiere wegen seiner salzigen Blätter mögen, der aber vor allem Löwen und Geparden Schutz bietet. Es sind die einzigartigen Wildtiere, die die Touristen in dieses Gebiet locken. Wenn auch die großen Herden fehlen, so fasziniert hier doch die Vielfalt der Arten. Vier spezielle Säuger – Gerenuk, Grevy-Zebra, Beisa-Spießbock und Netzgiraffe – kommen hier reichlich vor. Wenn es auch saisonale Abwanderungen aus den Reservaten gibt, so kann man doch jederzeit mit ihrem Anblick rechnen. Weitere Säugetiere im Gebiet sind Steppenzebra, Büffel, Impala, Wasserbock, Kirkdikdik, Güntherdikdik, Grant-Gazelle, Klippspringer, Großer und Kleiner Kudu sowie Warzenschwein.

Der Höhepunkt eines Besuches in Samburu oder Buffalo Springs sind die großen Elefantenherden, die sich von Safarigästen unbeeindruckt zeigen und im seichten Wasser des Ervaso Nyiro River trinken und baden. Krokodile, darunter auch sehr große Exemplare, und manchmal Flußpferde, leben im Fluß, obw,ohl dies kein idealer Lebensraum für sie ist, da der trockene Busch ihnen wenig Futter bietet. Nördlich des Samburu National Reserve liegen bew aldete Berge, die Matthews. In diesen Bergen leben etliche Wildtiere, einschließlich Elefanten. Der höchste Gipfel, Matthews Peak mit 2375 m Höhe, wurde von Graf Samuel Teleki so benannt nach Sir Lloyd Matthews, der ihm während seiner Expedition Hilfe gewährte als damaliger Kommandeur der Armee des Sultans von Sansibar.

Tsavo-Nationalpark

Der Tsavo-Nationalpark besteht aus einem Ost- und einem Westteil und ist mit insgesamt 21.000 qkm der größte Park Kenias. Der größte Teil des Landes ist offene Savanne und Buschland, das von Elefanten, Büffeln, Löwen, Antilopen, Gazellen, Giraffen und Zebras bevölkert ist.

Der Ostteil, nördlich des Galana River ist zumeist trockene, flache Dombuschsavanne umgibt die Aura des wilden Afrika. Die Monotonie des Gebietes wird manchmal durch grüne Vegetation entlang des einen oder anderen Flusses im Gebiet unterbrochen. Der interessanteste Teil des Parks ist der um Voi, das Verwaltungszentrum des Parks. Hier breiten sich der Kandara-Sumpf und der Voi aus.
Die Vegetation ist üppig entlang des Flusses, wo sich auch das meiste Wild einfindet. Nördlich steigt der Mudanda Rock aus der umliegenden Ebene auf, eine zwei Kilometer lange Miniatur von Australiens berühmtem Ayres Rock. Ein natürliches Wasserloch unterhalb des Felsens zieht zeitweise große Wildtierzahlen an. Westlich des Felsens gibt es Parkmöglichkeiten, und ein Fußweg führt zu einer Stelle, von der aus man den Felsen erklimmen kann. Von oben ist die Sicht über die Ebene wunderbar, und manchmal kann man Tiere beim Trinken beobachten. Etwa 60 km nördlich von Voi liegen die Lugard’s Falls am Galana River. Eigentlich handelt es sich hier um eine Serie von Stromschnellen; die Fälle sind nach dem Regen am dramatischsten und eindrucksvollsten, wenn die Wassermassen durch die enge Felsenschlucht gedrängt werden. Unterhalb der Fälle sind gewöhnlich sehr große Krokodile am Crocodile Point anzutreffen.
Der Westteil ist der am meisten besuchte Abschnitt im Tsavo National Park, der außer den Wildtieren noch viele andere Attraktionen bietet. An erster Stelle stehen die Mzima Springs, bei denen bis zu 227,3 Mio.Liter kristallklares Wasser durch das poröse Vulkangestein austreten. Man vermutet, daß das Wasser über einen unterirdischen Fluß aus den Chyulu Hills kommt. Das Quellwasser wird nach Mombasa an die Ostküste gepumpt. In Mzima gibt es einen Parkplatz, und Besucher können einen Fußweg entlang des neuen Flussufers zur Quelle laufen. Der Weg ist sehr schön, und wenn man still ist, wird man durch den Anblick von Tieren belohnt, die zum Trinken ans Wasser kommen.

Andere interessante Orte sind die “Roaring Rocks”, die ihren Namen von dem Wind erhielten, der durch sie hindurchheult.
Vom 98m hohen Felsen hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Tsavo; eine ähnlich gute Sicht haben Sie vom poacher’s lookout (“Wilderer- Ausblick”). Der vulkanische Chaimu- Krater, nicht einmal 200 Jahre alt und aus schwarzem Koks bestehend, ist eine Besichtigung wert und kann bestiegen werden. Dies ist ein guter Platz, um nach dem Klippspringer Ausschau zu halten, einer kleinen Antilope, die so agil ist wie ihr Suaheli-Name “mbuzi mawe” besagt: “Bergziege”. Außer dem Kleinen Kudu gehören zu den Wildtieren des Tsavo Löwe, Leopard, Gepard, Massai-Giraffe, Elefantantilope, Büschelohr- Spießbock, Büffel, Steppenzebra, Steppenpavian, Coke’s- Kuhantilope und Grant-Gazelle.

Unterhalb des Ngulia Mountain gibt es mittlerweile ein gut bewachtes Nashorn-Schutzgebiet mit einigen Spitzmaulnashörnern. In der Südwestecke des Tsavo West liegt der 10 km lange und 3 km breite Lake Jipe, durch den die kenianisch-tansanische Grenze verläuft. Über dem See bilden die tansanischen Pare Mountains einen phantastischen Hintergrund, besonders bei Sonnenuntergang, und an klaren Tagen ist im Nordwesten der Kilimandscharo zu sehen. Obwohl es eine Menge Wild im Gebiet gibt, beeindrucken die Vögel die meisten Besucher. Das Seeufer ist der beste Platz in Kenia, um Purpurhuhn, Nachtreiher, Zwerggans und gelegentlich Kleine Blatthühnchen zu sehen.

Turkana-See

Am Turkana-See im Norden Kenias liegen mehrere Naturschutzgebiete. In diesem See, der sich mehrere hundert Kilometer durch weitgehend unbewohnte Wüste erstreckt, gibt es einige nur hier vorkommende Fischarten und Wasserpflanzen. Manche Urlauber kommen vor allem zum Fischen hierher. Am Ostufer hat man für Angeltouristen mehrere Lodges errichtet. Trotz des unwirtlichen Klimas trifft man hier viele der bekannteren Tierarten Kenias an. Im See liegen zwei große vulkanische Inseln. Der mit Wasser gefüllte Krater der südlichen Insel beheimatet außergewöhnlich große Krokodile.

Bevölkerung

Fast 99 Prozent der kenianischen Bevölkerung sind Schwarzafrikaner. Daneben gibt es kleine Minderheiten von Asiaten (insbesondere Indern), Europäern und Arabern. Die Schwarzafrikaner gliedern sich in mehr als 30 ethnische Gruppen. Zu den größten Gruppen gehören die bantusprachigen Kikuyu (21 Prozent der Bevölkerung), die Luhya (14 Prozent), die Kamba (11 Prozent) sowie die nilotischsprachigen Luo (13 Prozent) und die paranilotischsprachigen Kalendschin (11 Prozent).

Die Einwohnerzahl Kenias beträgt etwa 30,8 Millionen (2001); die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 53 Personen pro Quadratkilometer. 68 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land (1999). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 47,5 Jahren (2001).

Städte

Nairobi ist mit etwa 1,90 Millionen Einwohnern (1996) Hauptstadt und größte Stadt Kenias. Die wichtigste Hafenstadt ist Mombasa (465 000), die sich zum größten Teil auf einer dem Land vorgelagerten Insel gleichen Namens befindet. Zu den weiteren wichtigen Städten gehören Kisumu (185 100), Hafenstadt am Victoriasee und Hauptstadt der Provinz Nyanza; Nakuru (150 000), Hauptstadt der Provinz Rift Valley, sowie Eldoret (104 900), ein Eisenbahnknotenpunkt nordöstlich von Kisumu.

Sprache & Religion

In Kenia sind vier Sprachfamilien verbreitet: Bantusprachen (wie etwa die Amtssprache Swahili), nilotische Sprachen, paranilotische Sprachen und kuschitische Sprachen. Swahili hat sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Verkehrssprachen des afrikanischen Kontinents entwickelt. Die wichtigste Verkehrssprache ist Englisch.
Schätzungen zufolge handelt es sich bei 38 Prozent der Einwohner Kenias um Protestanten, bei 28 Prozent um Katholiken und bei 6 Prozent um Muslime. Die übrige Bevölkerung gehört meist einer der zahlreichen traditionellen Religionen an.

Zum Klima:

Kenia wird durch den Äquator in zwei annähernd gleich große Hälften gegliedert. Das Klima ist auf Grund der äquatorialen Lage, abgesehen von Hochlagen, heiß und im Norden verhältnismäßig trocken. Die Südregion ist in drei Klimazonen geteilt. An der Küste ist es feucht; die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen zwischen etwa 24,4 °C im Juni und Juli und etwa 27,8 °C im Februar, März und April. Das Klima im Hochland ist gemäßigt, in der Region des Victoriasees tropisch. Die Regenzeit fällt in die Zeiträume Oktober bis Dezember sowie April bis Juni.

Wichtig:

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